Burnout Syndrom
Definition Burnout (engl.) = ausbrennen
Oft gebraucht als Bezeichnung für eine zunehmende körperliche und seelische Erschöpfung.
Entwickelt sich über Monate bis Jahre. Am Ende können sowohl körperliche Krankheiten (häufig Schmerzzustände im Bereich von Kopf- u. Wirbelsäule, Herz- Kreislaufprobleme z.B. Bluthochdruck, sowie Magen- Darmerkrankungen) als auch psychische Leiden (Depression, Angst- u. Panikerkrankungen...) stehen.
Besonders betroffene Menschen:
In sozialen Tätigkeiten beschäftigte Menschen
(Sozialarbeiter, Pflegepersonal, Ärzte, Erzieher, Lehrer, Betreuer von Kleinkindern), aber auch Alleinerzieher, Manager, Sicherheitsbeamte, Anwälte...
Kernsymptome:
- Emotionale, sinnliche und körperliche Erschöpfung:
Gefühllosigkeit (Freude, Lust, Trauer ... werden sehr „schaumgebremst“ erlebt), Unlustgefühle, Schuldgefühle, Müdigkeit, Überforderung, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, diffuse körperliche Beschwerden (wechselnde Schmerzen), verminderte Leistungsfähigkeit. - Depersonalisation – man kennt sich nicht wieder:
negativ, zynisch, aggressive Einstellung auch gegenüber Menschen die einem nahe stehen. Sozialer Rückzug, Leistungsunzufriedenheit, Gefühle der Erfolgs- u. Machtlosigkeit, Minderwertigkeitsgefühle, seelisches Fluchtverhalten (Alkohol, Tabletten, aber auch übertriebener Sport ...)
Ursachen:
negativer Stress durch nicht oder nur sehr schwer erreichbare Ziele.
Umwelt: Leistungsanforderungen der modernen Gesellschaft (Beruf, Partnerschaft, Familie, auch Freizeit! ...)
Persönliche selbst (zu hoch) gesteckte Lebensziele – „in immer kürzerer Zeit immer mehr unterzubringen“.
Was tun:
erreichbare Ziele definieren.
Betroffene:
- Vorrangig Zeitdruck abzubauen, Lebensstil ändern,
- Zeit zum Nachdenken nehmen.
- Auszeiten (Pausen, Urlaub)
- Selbstwertpflege auch ohne perfekte Leistung; Unternehmungen mit Freunden
- „Körperpflege“: gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf ...
- Suche nach befriedigenden Ausgleichserfahrungen zum „Auftanken“ ( z.B. musizieren, moderater Ausgleichsport, Bewegung in der Natur, Treffen mit Freunden ...)
- Entspannungstechniken z.B. Autogenes Training
- Professionelle Beratung
Angehörige, Betriebe:
- Wertschätzung den Betroffenen gegenüber, Gespräche, Transparenz, klare Aufgabenverteilung
